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Über mich

"Die Berge mit unverdorbenem Blick abzubilden ist das Ziel von Federico Canobbio-Codelli. Er erreicht es, indem er sich von der Welt entferneten Tradition der antiken chinesischen Malerei inspirieren lässt und von der er die geistige Stuktur übernimmt, ohne dabei von ihrer Fremdartigkeit oder Handschrift bestimmt zu sein. (...) Er entdeckt in der aristokratischen Malerei der südlichen Song-Dynastie im 12.Jahrhundert unserer Zeitrechnung die Genauigkeit des Geologen, eine Bewunderung für die Härte der Berge und für den Angriff der jährlich wiederkehrenden Jahreszeiten. (...) Die Glatscherspalten am Bernina werden zu Wellen , Zöpfen, verschlungenen Knäulen, in denen sich der Blick verliert und ihn der Phantasie überlässt. In den Ansichten von Federico Canobbio-Codelli ist eine dramatische Theatralik. Die Modelle dafür sind nicht weit enfernt. Giovanni Giacometti war es, der den Engadiner und Bergeller Bergen eine überschwängliche zweidimensionale Farbgebung gab. Diese erlaubt auch Federico Canobbio-Codelli den weit räumigen und grosszügigen Stricht und ermutigt ihn , die topographische Genauigkeit wie auch die emotionale Unmittelbarkeit zu überwinden. David Hockney, der von der chinesischen Malerei begeisterte englische Maler und unerreichte Zeichner, ist unter den zeitgenössischen Künstlern der ihm am nächsten verwandte".

Carlo Bertelli

 

"Es ist vielleicht diese Erfahrung, die Federico Canobbio Codelli sich den Bergen zuwenden lässt und die in seinen Bildern spürbar wird: die Herausforderung annehmen zu wollen, sich dem zu nähern, was unbekannt ist und das wir doch zu kennen glauben: die aura der Berge zu entdecken".

Chasper Pult

 

 

FEDERICO CANOBBIO-CODELLI, geboren 1947, hat ein Philosophiestudium abgeschlossen. Er war früher Mitglied der Verlagsleitung in einem bedeutenden italienischen Verlagshaus und Direktor des Zentrums für Wissenschaftskultur Alessandro Volta in Como. Einen grossen Teil seiner Freizeit verbringt er mit dem Experimentieren von verschiedenen Zeichen-und Maltechniken. Seit 1990 malt er grossformatige Bilder von Engadiner Landschaften, die in verschiedenen Austellungen in Italien und in der Schweiz zu sehen waren. Eine grosse Auswahl seiner Werke sind in Band: Carlo Bertelli, Chasper Pult, Das Engadin in den Ansichten von Federico Canobbio-Codelli, Valentina Edizioni, Milano, 2005, publiziert.